Ich würde in den Garten Eden reisen. Ein Mann, eine Frau, keine Probleme. Und der Apfel war vegan. (CM)

Der Mensch (hebräisch Adam) wird aus Erde (hebräisch adama) gebildet (Gen 2,7 LUT). In einem weiteren Schöpfungsakt entstehen aus dem einen Menschenwesen der Mann (hebräisch „isch“) und die Frau (hebräisch „ischah“) (Gen 2,22-23 LUT). Diese sprachliche ‚Überschneidung‘ bezeugt die enge Zusammengehörigkeit und die grundsätzliche Wesensgleichheit von Mann und Frau. Luther versuchte diesen sprechenden Gleichklang in seiner Bibelübersetzung abzubilden, indem er „ischah“ mit „Männin“ übersetzte. Die beiden waren die einzigen menschlichen Bewohner Edens.
Nach der Erzählung erhält die Frau ihren Eigennamen Eva (hebr.: חוּה, Chawwah) erst nach dem Sündenfall und vor der Vertreibung aus dem Garten (Gen 3,20 LUT). Der Mann übernimmt den Namen Adam, der ursprünglich den ganzen Menschen bezeichnete (Gen 3, ab Vers 8 LUT).

Nach babylonischer Mythologie war der Hauptgrund für die Erschaffung der Menschen, Nahrung für die Götter anzubauen. In der Bibel ist es umgekehrt: Gott schafft die Pflanzen als Nahrung für den Menschen, die Tiere als sein Gefährte gegen das Alleinsein.

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